Verhütung
Sex macht
Spaß, kann aber auch unerwünschte Folgen haben. Du kannst auch beim ersten
Mal schwanger werden oder dich mit einer sexuell übertragbaren Infektion
anstecken.
Um das für dich passende Verhütungsmittel auszuwählen, lässt du dich am
besten bei der Frauenärztin oder in einer Beratungsstelle informieren.
Wichtig für die Wahl ist die Wirksamkeit und Sicherheit einer Methode, aber
auch, ob du sie leicht erhalten kannst (z.B. im/in der
Supermarkt/Drogeriemarkt/Apotheke) oder ob du ein Rezept von einer Ärztin
dafür brauchst. Außerdem solltest du dich mit der Methode vertraut machen
und sie gerne anwenden.
Von Jugendlichen werden Pille und Kondom bevorzugt. Das Kondom kannst du fast überall kaufen, du kannst es immer dabei haben und es schützt dich als einziges Verhütungsmittel vor sexuell übertragbaren Infektionen. Die Pille ist sehr sicher und einfach anzuwenden, muss aber von einer Ärztin verschrieben werden.
Das Kondom




Für weitere Information siehe unter
www.merhabakondom.at
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Die Pille
Das Pflaster
Der Ring

Andere Methoden
Kupferspirale
Die Spirale wird von der Ärztin in die Gebärmutter eingesetzt und verbleibt dort 5 Jahre. Die Spirale verhindert die Einnistung des befruchteten Eis. Es können verstärkte Monatsblutungen auftreten.
Hormonspirale
Die Spirale wird von der Ärztin in die Gebärmutter eingesetzt und verbleibt dort 5 Jahre. Sie verdickt den Schleim im Gebärmutterhals und verhindert die Fortbewegung der Samenzellen. Die Regelblutung lässt nach und kann auch ganz aussetzen.
Implantat
Das weiche dünne Kunststoffstäbchen wird von der Ärztin unter der Haut am Oberarm eingesetzt und verbleibt dort für drei Jahre und wird dann wieder von der Ärztin entfernt. Es können Zwischenblutungen und Hautunreinheiten auftreten.
Dreimonatsspritze
Die Dreimonatsspritze wird von der Ärztin verabreicht. Durch die Injektion eines Hormons wird der Eisprung drei Monate gehemmt. Es können unregelmäßige Monats- und Schmierblutungen auftreten. Die Nebenwirkungen halten manchmal länger als die Wirksamkeit.
Diaphragma/FemCap/Portiokappe
Die verschiedenen Formen der Verhütungskappen schützen vor dem Eindringen der Samenzellen in die Gebärmutter. Sie sollten nur mit samenabtötender Creme verwendet werden und müssen von der Ärztin angepasst werden. Die Verhütungskappen müssen 2 Stunden vor dem Miteinanderschlafen eingesetzt werden und dürfen erst 8 Stunden danach entfernt werden.
Zäpfchen/Gel/Cremes/Tabletten
Die chemischen Methoden müssen vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden. Sie hemmen die Beweglichkeit der Samenzellen. Diese Methoden sind sehr unsicher und sollen nur mit Kondomen gemeinsam verwendet werden. Die chemischen Mittel müssen wasserlöslich sein, da fettlösliche das Kondom beschädigen.
Die Sterilisation

Die
Tubenligatur (Sterilisation der Frau) und Vasektomie (Sterilisation des
Mannes) sind endgültige Methoden der Verhütung und dürfen erst mit
vollendeten 25. Lebensjahr durchgeführt werden. Sie werden unter Vollnarkose
(bei Frauen) oder örtlicher Betäubung (bei Männer) im/in der
Spital/Ambulatorium/Praxis durchgeführt.
Bei der Sterilisation der Frau werden die Eileiter durchtrennt oder verschlossen. Damit können keine Samenfäden ein reifes Ei befruchten. Das Ei wird von der Schleimhaut aufgesaugt.
Bei der Sterilisation des Mannes werden die Samenleiter durchtrennt und die Samenzellen können kein reifes Ei befruchten. Die reifen Samenzellen werden im Hoden aufgesaugt. Der Penis wird nach wie vor steif.
Natürliche Familienplanung
Dazu zählen Muttermundbetasten, Beobachtung des Vaginalschleims und Temperaturmessen in der Vagina. Die Kombination ermöglicht die Bestimmung der fruchtbaren Tage. Die richtige Anwendung der Methoden muss erlernt werden. Regelmäßiger Zyklus, ausreichend Schlaf, Disziplin und keine Erkältungskrankheiten sind Voraussetzung.
Keine Methoden
Coitus Interruptus
Vor dem Samenerguss wird der Penis aus der Scheide gezogen. Es können aber davor schon Spermien in die Scheide gelangen (Lusttropfen).
Tage zählen
Die Länge des Zyklus wird über Monate beobachtet, ein Durchschnittswert wird errechnet. Es wird versucht den Zeitpunkt des Eisprungs und die fruchtbaren Tage einzugrenzen. Dieser Versuch der Bestimmung der fruchtbaren Tage erweist sich oft als unzuverlässig.
Nichts tun
Wenn keine Art der Verhütung angewendet wird, bestehen gute Chancen rasch schwanger zu werden.
Sicherheit
Die Sicherheit einer Verhütungsmethode wird mit dem Pearlindex angegeben.
Je niedriger der Pearlindex ist, desto sicherer ist eine Methode.
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